Windows7 in Europa ohne Browser
Im Streit mit den Wettbewerbshütern der EU hat Microsoft teilweise eingelenkt. Microsoft bietet sein neues Betriebssystem Windows7 ohne die „Zwangsinstallation“ des Internet Explorer an. Anstelle dessen wird der Browser separat beigelegt. So will Microsoft den Streit mit der EU umgehen, die dem US-Softwarekonzern Strafen wegen des Verstoßes gegen das Wettbewerbsrecht in einer Größenordnung von mehreren Millionen Euro angedroht hat. Microsoft auch ohne diese neue Strafe bereits ein Strafkonto in Höhe von bisher 1,7 Milliarden Euro angehäuft. Das die EU dieses neue Einlenken von Microsoft nur bedingt ausreicht, lässt sich erahnen. Den Wettbewerbshütern ging es in erster Linie um die Wahlmöglichkeiten des Endverbrauchers. Microsoft bietet nun in Europa sein Windows7 ohne den Browser Internet Explorer an, welches eher weniger als mehr an Auswahl bedeutet. Wunderlich ist allerdings der Gesinnungswandel von Microsoft, hatte es doch bisher immer von einem Bestandteil des Betriebssystems gesprochen, wenn es um den Browser ging. Dieser Bestandteil könnte nicht aus dem Betriebssystem entfernt werden, so Microsoft. Offensichtlich will Microsoft den Streit, der den Ursprung in der Beschwerde des norwegischen Browser-Herstellers Opera hatte, aus dem Weg gehen. Hatte Microsoft doch bereits eine Strafe in Höhe von 500 Millionen Euro wegen der Implementierung des Mediaplayer erhalten. Laut Vorschlag der EU könnte Microsoft neben den eigenen Browser Internet Explorer, auch eine Auswahl anderer Browser wie dem Firefox von Mozilla, den Safari von Apple, den Chrome von Google oder eben den Opera, der die Beschwerde einreichte, mit im Paket anbieten. Hierzu ist Microsoft, zumindest bisher, noch nicht bereit. So entschloss man sich gänzlich auf einen Browser zu verzichten. Freunde wird sich Microsoft mit dieser neuen Strategie aber sicher auch nicht machen. Das die EU Kommissare beim Wettbewerbsrecht nicht mit sich feilschen lassen, sollte besonders Microsoft wissen. Kam der US-Konzern doch im letzten Jahr bereits auf Sanktionen und Bußgeldern in der Höhe von 899 Millionen Euro.
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