E-Mail Dienste im Vergleich

Neben dem Browser für das Internet ist sicher der E-Mail Dienst das Programm, welches am meisten benutzt wird. Aus diesem Grund hat die Stiftung Warentest die bekanntesten E-Mail Dienste sich einmal unter die Lupe genommen. Auf den Prüfstand kamen sowohl die kostenlosen als auch die kostenpflichtigen Dienste. Der Test zeigte wieder einmal die Tatsache, dass kostenlose Produkte nicht zwangsläufig schlechter sein müssen, als es die kostenpflichtigen Produkte sind.

E-Mail Dienste – Vergleich – Stiftung Warentest – Test

Ein besonderes Augenmerk wurde auf dem Virenschutz und dem Versand von Werbung gelegt. Die getesteten  Programme wurden nach den Kriterien Handhabung, Schutz und Transparenz geprüft. Zu diesem Zwecke wurden Testkonten errichtet bei insgesamt 11 kostenlosen und 8 kostenpflichtigen Anbietern. So erhielten die Anbieter Web.de, T-Online und AOL als Gesamtnote nur ein ausreichend. Nicht viel besser schnitten Arcor, GMX und Freenet ab, sie bekamen allesamt ein befriedigend.
Beanstandungen einzelner Faktoren fanden die Tester bei Hotmail und AOL in der Geschwindigkeit der Datenübertragung, sowie bei Web.de in der Größe der E-Mail Anhänge.

T-Online – AOL – Arcor – GMX – Web.de – Yahoo – Freenet

Bei der Werbung herrschte ebenso keine Einigkeit darüber, was der Nutzer nun haben will und was nicht. So war man bei Freenet, Web.de und GMX offenbar der Meinung, dass möglichst viel Information an den Nutzer geht, und somit auch viel Werbung. Sortierter geht es da schon bei Yahoo und Arcor zu, hier wurde ein Großteil der Spammails bereits im Vorfeld aussortiert.
Beim Virenschutz waren keine gravierenden Unterschiede erkennbar. Zwar gab es einen Ausrutscher bei T-Online, aber ansonsten lief alles durchaus zufriedenstellend. Die getesteten Virenmails wurden anstandslos erkannt. Bei den AGB`s sind einige ungewöhnliche Klauseln dabei, die zu Abwertungen führten.

Virenschutz – Google-Mail – kostenlos – kostenpflichtig – Werbung

Auch wenn von den getesteten E-Mail Diensten keines ein „Gut“ erhielt, so sprang mit einer Ausnahme auch keines komplett aus der Reihe. Das beste Testergebnis mit 2,7 erziele Google mit seiner kostenlosen Google-Mail Variante. Bei Google-Mail wurde einzig die Kategorie Transparenz mit einem ausreichend beurteilt, da Google die Mails nach Inhalten filtert und seine themenbezogene Werbung platzieren zu können. Dieses Vorgehen wird dem Nutzer aber auch mitgeteilt und verschwindet nicht in dem Kleingedruckten in der hintersten Ecke.
Der komplette Test ist in der Juli Ausgabe der Zeitschrift Test nach zu lesen, oder auf deren Internetseite.